Das aktuelle Schuljahr in Berichten

Das White Horse Theatre beschäftigt sich mit Mobbing

Das englischsprachige pädagogische Tournee-Theater machte erneut bei uns Halt. Am Dienstag, dem 18. Juni wurde Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe das Stück „Sticks and Stones“ (von Peter Griffith) vorgeführt. In einer beeindruckenden 70-minütigen Inszenierung zeigten die jungen englischen Schauspieler die Verzweiflung der Mobbing-Opfer, ließen die Angreifer zu Wort kommen und hinterfragten die Mitschuld tatenloser Zuschauer; Interaktion mit dem Publikum eingeschlossen. Die aufmerksame Atmosphäre während des Stücks und der sich anschließende rege englische Austausch zwischen Zuschauern und Schauspielern zeigte das Interesse der Schüler/innen und belegte erneut die Bedeutung des Theaters als interkulturellen Lernort.

6. World Robot Olympiad (WRO) am 27.05.2019 in Stadthagen

Die Teams "Developer jun. I" und "Developer jun. II" nahmen erstmalig an einem Wettbewerb teil. Unter den 18 Juniorteams konnte eines unserer Teams den 7. Platz erreichen. Auf dem Spielfeld mussten verschiedenfarbige Lampen in verschiedenfarbigen Bereichen abgestellt werden (vgl. https://www.worldrobotolympiad.de/saison-2019/regular-category-junior). Die "Überraschungsaufgabe" beinhaltete den Standortwechsel zwischen grünen und gelben Lampen zu Beginn des Parcours. Diese Herausforderung konnte unser Team durch schnelle Anpassung und Umprogrammierung gut bewältigen.
In der Altersklasse Senior mussten die Roboter die IT Infrastruktur einer Stadt modernisieren. Dazu mussten Router installiert und Glasfaserkabel verlegt werden. (vgl. https://www.worldrobotolympiad.de/saison-2019/regular-category-senior)
Insgesamt ist die WRO ein spannender und lehrreicher, aber auch sehr anspruchsvoller Wettbewerb, bei dem unsere vier Teams viel gelernt haben und sich gegen andere Teams behaupten konnten.
Herzlichen Glückwunsch!

„Fit?! ...für den Straßenverkehr“?- ein Baustein der Prävention am Gymnasium Neustadt

Der sogenannte Mobilitätstag für den 10. Jahrgang fand in diesem Schuljahr am Donnerstag, 16.05.2019 statt und wurde von der Polizeidirektion Garbsen und der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt vorbereitet und durchgeführt. Hier konnten die angehenden Fahranfänger erfahren, wie Drogen die Fahrtüchtigkeit beeinflussen und welche gesetzlichen Vorschriften es gibt.
Ein Parcours mit der Rauschbrille, eine Rettungssimulation aus einem echten Autowrack sowie Fotos und Berichte von Verkehrsunfällen aus dem Kreis Neustadt dienten dazu, den Schülerinnen und Schülern Eindrücke und Erfahrungen zu den Risikofaktoren Drogen im Straßenverkehr zu vermitteln. Mit dem Rettungsspreizgerät durften die Schülerinnen und Schüler sogar aktiv werden und einen Schwamm mit Hilfe des Gerätes greifen und woanders positionieren.
Herr Schröder, Präventionsbeamter der Polizeidirektion Garbsen, machte den Schülerinnen und Schüler zusätzlich in einem Vortrag deutlich, welche Folgen Cannabis- und Alkoholkonsum für Fahranfänger z.B. beim Erwerb der Fahrerlaubnis hat. Allen Beteiligten danken wir an dieser Stelle sehr für die gelungene Präventionsveranstaltung.


Förderschüler der Astrid-Lindgren-Schule aus Nienburg zu Gast bei der GuG-AG

Am Freitag, 10.05.2019 machte sich die GuG -AG nicht auf den Weg in eine Grundschule, sondern bekam zum ersten Mal Besuch in unserer Schule. Das war der Tatsache geschuldet, dass Förderschüler Astrid-Lindgren-Schule aus Nienburg zu uns kamen. Frau Engel, ihre Lehrerin, hatte Tag der offenen Tür 2018 die Chemie-Show gesehen und hatte angefragt, ob ihre Schüler nicht einmal mit der AG Chemie machen könnten. Um die Schüler besser betreuen zu können, wurde die AG von ehemaligen AG-Mitgliedern des 11. Jahrgangs verstärkt. Bereits lange im Vorfeld machten sich daher Frau Achtermann, Frau Huhn-Weßels und Frau Köhne mit den Schülerinnen und Schülern der GuG-AG Gedanken, welche Experimente geeignet sind und ausgewählt werden sollten. Dass Schüler Angst vor Feuer oder auch lautem Knallen haben, wurde berücksichtigt. So lernten die Nienburger Schülerinnen und Schüler an diesem Vormittag und ihre begleitenden Lehrer „wasserdichte Flaschen“ und den „Taucher in der Flasche“ kennen und erfuhren, dass Wasser eine Haut hat und ein Speisestärkebrei magisch sein kann. Beim Experimentieren wurden schnell Interessen aufgetan und Ängste oder Hemmungen überwunden.  Bei der anschließenden Chemie-Show präsentierten die AG-Schüler einiges Verblüffendes und Spektakuläres und zauberten abschließenden gemeinsam mit den Förderschülern kleine Nebelwolken. Die Veranstaltung war für alle Beteiligtenein tolles und lohnenswertes Erlebnis! Mehrere Förderschüler lobten die Experimente und die Offenheit der AG-Schüler und zeigten ihre Begeisterung auf verschiedene Art. Besonders bemerkenswert war, dass sie sich wohl gefühlt haben und alle mitgearbeitet haben! 

Märchenzeit am Gymnasium

Grau-schwarze Haare, sonore Stimme, die Hände gestikulierend in der Luft – am 4.4.2019 war wieder Märchenzeit am Gymnasium Neustadt. 
Herr Vogelwaid versteht es als professioneller Märchenerzähler immer wieder, die Fünftklässler des Gymnasiums in ihren Bann zu ziehen.
Mucksmäuschenstill war es in der Bibliothek, als er ein italienisches Märchen vorträgt, das Märchen über den Mann, der das Land sucht, in dem man niemals stirbt. Ist es überhaupt schön, wenn das Leben nie zu Ende ist? Die Schüler diskutieren diese Frage und sind sich nicht einig darüber, ob dieses Märchen ein gutes oder ein schlechtes Ende hat. Beim nächsten Märchen, „Der Teufel ist tot“ aus dem Bayrischen Wald, sind die Schüler schon geübt und können dem Märchenerzähler beim Erzählen helfen. Zum Schluss folgt die Märchenprüfung mit dem Angebermärchen der Riesen Gustl und Willi aus Holland. Lachen ist erlaubt, reden dürfen die Schüler während des gesamten Vortrags nicht, auch nicht, wenn sie etwas gefragt werden. Alle Schüler bestehen die Prüfung und am Ende ist allen klar:
Märchen sind wertvoll, sie haben mit Liebe zu den wunderschön gestalteten Geschichten zu tun und mit Geborgenheit, die derjenige erfährt, der sie erzählt bekommt.

Englandaustausch 2019

Bei herrlichstem Sonnenschein zeigten sich am Freitag die Sehenswürdigkeiten Londons im besten Licht: Zu Fuß ging es für 42 Schüler des 9. Jahrgangs vom Buckingham Palace durch die Blütenpracht im St. James' Park zur Horse Guarde Parade, vorbei an der Downing Street No. 10 Richtung Houses of Parliament und Big Ben, beides leider verhüllt, entlang der Themse bis zur Tower Bridge. Der lange Fußmarsch war durch kleine Pausen in der Sonne, kurze Stärkungen und wunderbare Ausblicke der reinste Spaziergang.
Auf die vielen Eindrücke des Tages folgte am Abend noch das beeindruckende Erlebnis des Musicals "The Lion King". Nach einem langen und ereignisreichen Tag waren am späten Abend alle zwar müde, aber auch durchweg zufrieden. 
Das Windsor Castle durften wir bereits am Donnerstag ebenfalls im Sonnenschein bestaunen. Am Montag können die Schüler am Unterricht in der Schule teilnehmen und für Dienstag hoffen wir auf wenig Regen in Brighton, dem beliebten Seebad der Südküste.
We all send our kindest regards.

Viele Grüße aus Guernica und dem spanischen Baskenland!

Zum diesjährigen Austausch ist eine große Gruppe von 32 Schülerinnen und Schülern und zwei Lehrerinnen vom Gymnasium Neustadt in den Norden von Spanien gereist.
In Guernica wurden wir wie immer sehr herzlich von unseren Gastfamilien empfangen. Unsere spanische Partnerschule, Ikastola, hat ein tolles Programm mit Ausflügen für uns vorbereitet. Unter anderem sind wir nach Bilbao und San Sebastian gereist und konnten die wunderschönen Strände der Provinz Bizkaia kennenlernen.
Wir sind wieder einmal beeindruckt von der Herzlichkeit und Gastfreundschaft, mit der uns die spanischen Gastfamilien und Lehrer hier begegnen.
Wir werden Guernica mit vielen neuen Eindrücken und der Überzeugung verlassen, dass dieser Austausch sehr viel zum gegenseitigen Kennen- und Schätzenlernen beigetragen hat und freuen uns schon auf den Gegenbesuch im Herbst. In diesem Sinne verabschieden wir uns mit einem: Hasta luego en Alemania!– oder wie die Basken sagen: Agur!

Faszination Ameisen - Eine Ausstellung zum Staunen, Entdecken und Anfassen

...so lautete der Titel der Ausstellung, die die Klasse 5b am 27.03.2019 im Rahmen des Entdeckerunterrichts gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Frau Köhne und Frau Wolf besuchte. Im Musikpavillon der KGS Neustadt wurde die Klasse von Frau Grotian und Herrn Habermann in Empfang genommen und konnte eine spannende und sehr schön gestaltete Ausstellung erkunden.
Herr Habermann rief das Wissen der Schülerinnen und Schüler geschickt ab und ergänzte selbst eine Menge zur Biologie der Ameisen. Dabei wurden ganz nebenbei auch Fachbegriffe, die die Schüler noch nicht kannten, anschaulich erklärt. Besonders spektakulär war die Demonstration der Abwehrreaktion von Ameisen das „Spritzen mit Ameisensäure“.
Ebenso wurden vor allem die Wechselbeziehungen zwischen verschiedenen Pflanzen- und Tierarten deutlich gemacht und die Ökologie eindrucksvoll an verschiedenen Beispielen vermittelt. Dabei spielten immer wieder andere Fachbereiche wie die Bionik, Umweltverschmutzung und der Klimaschutz eine große Rolle. „Wir müssen lernen vernetzt zu denken!“, betonte Herr Habermann, „und jetzt dem Klimawandel entgegenwirken!“
Kurze Filmsequenzen veranschaulichten den Vortrag und kamen sehr gut bei den Schülerinnen und Schülern an. Die Klasse 5b zog abschließend das Fazit, die Ameisen unbedingt geschützt werden, und dass dieses ein sehr lohnenswerter Unterrichtsgang war.

Chemie ist, wenn es knallt und stinkt…

...auch das erfuhren die Viertklässler der Grundschule Mariensee am Vormittag des 07.03.2019 als in ihrem Klassenraum Mehl „explodierte“! Damit wurde klar, weshalb Chemie diesen Ruf hat.
Jedoch gab es auch ganz einfache, teilweise auf den ersten Blick unscheinbare Experimente, die die GuG-AG mit im Gepäck hatte. Mit Wasser gefüllte Flaschen wurden umgedreht und liefen zur Verblüffung der Grundschüler nicht aus! Pfeffer schwimmt auf Wasser, geht jedoch unter, wenn Spülmittel zugegeben wird! Speisestärke und Wasser werden vermischt und wird abwechselnd fest oder flüssig!
Diesen Phänomenen stellten sich die 30 Grundschüler der 4a und 4b und wurden von den AG-Schülern bei der Problemlösung begleitet und unterstützt.
Eine von Birte, Anna und Hannah gebaute und demonstrierte Wasserrakete, die unter „Zugaberufen“ der Grundschüler mehrere Male auf dem Schulhof gestartet wurde, bildete den lohnenden Abschluss. Neu war auch der Einsatz einer kleinen Nebelmaschine, deren Nebelfiguren die Grundschüler begeisterten. 
Aber nicht nur die Grundschüler, sondern auch die AG-Gruppe waren begeistert von den beiden Doppelstunden und zog abschließend das Fazit, dass so ein Unterrichtsgang sehr lohnenswert, aber auch ein anstrengender Schultag, ist.  

Noah Sophie Heere beim Bezirksvorentscheid des 60. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels

Strahlender Sonnenschein blitzte durch die Fensterscheiben der Stadtbibliothek in Garbsen, als am 25.02.2019 elf Schülerinnen und Schüler aus den Bereichen Neustadt am Rübenberge, Garbsen und Wunstorf gegeneinander im Vorlesen antraten, um den Bezirksvorentscheid des 60. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels zu gewinnen. 
Der Ablauf war bekannt. Wie bei den Klassen- und Schulentscheiden galt es, aus einem selbst gewählten Buch und aus einem Fremdtext vorzulesen. Dennoch war die Spannung riesengroß: Vorlesen vor fremdem Publikum, vor einer fremden Jury. Welches Kriterium wird für die Jury am wichtigsten sein? Noah Sophie hatte sich mit Kirsten Boies „Der Junge, der Gedanken lesen konnte. Ein Friedhofskrimi“ ein nachdenkliches Buch ausgesucht. Ruhig und sehr gefühlsbetont versetzte sie ihr Publikum in die Lage ihrer Hauptfigur. Auch den Fremdtext mit dem Roman „Rebecca. Verflucht, ausgerechnet England!“ von Barbara Laban las Noah Sophie hervorragend.
Leider kann es immer nur einen Sieger geben und schließlich waren ja schon nur die besten Vorleser aller Schulen gegeneinander angetreten. Bianca Schwarze von der IGS Wunstorf wurde Siegerin des Bezirksvorentscheids, wir aber sind stolz auf Noah Sophie, die das Gymnasium Neustadt würdig vertreten hat!

Sieg im Robotgame!

Am Samstag, den 8.12.18 fuhren 9 SuS der Robotik AG um 7.00 Uhr morgens los, um sich in Stolzenau bei der First Lego League mit anderen Teams zu messen.
In den vier Kategorien „Teamplay“, „Forschungsauftrag“, „Robotdesign“ und „Robotgame“ mussten sie ihr Können unter Beweis stellen. Der Roboter wurde dafür seit Mitte September aufgebaut, umgebaut, verbessert und optimiert. Auch die Programmierung der Aufgaben wurde verfeinert und optimiert. Am Wettbewerbstag gab es drei Wertungsläufe im Robotgame mit je drei Bau- und Programmierphasen im Vorfeld. Um 16.30 Uhr gab es dann die Siegerehrung:
In der Gesamtwertung hat das Team „Developer“ Platz 5 (von 16) erreicht und in der Kategorie „Robotgame“ sogar den 1. Platz! 
Herzlichen Glückwunsch!

Vorlesewettbewerb 2018: Lesen ist Kino im Kopf

Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben. Rund 600 000 Schülerinnen und Schüler beteiligen sich jedes Jahr und natürlich auch wir mit unseren 6. Klassen des Gymnasiums Neustadt. Der November stand wie immer ganz im Zeichen der Klassenwettbewerbe und am 6. Dezember folgte der große Schulentscheid in unserer Bibliothek. Die Anspannung bei den Wettbewerben war groß, besonders beim Schulwettbewerb. Werde ich es schaffen, gegen die besten Leser meines Jahrgangs zu bestehen? Welches Buch suche ich aus und welche Textstelle ist die beste, damit ich mein ganzes Können auch zeigen kann? Bücher gibt es für jeden Geschmack und zu allen Themen. Ob Spannung, Unterhaltung, Wissen: Lesen ist Kino im Kopf und eine Reise in fremde Welten -das haben unsere Sechstklässler beim Wettbewerb bewiesen!
Die Klassensieger im Jahr 2018 waren Noah Sophie Heere , Sophie Haase, Leonhard Günther und Ole Meinen. Schulsiegerin wurde Noah Sophie Heere  mit dem Buch „Mara und der Feuerbringer“ von Tommy Krappners.

Erste Werkschau der „Klasse der Künste“

Am 8. November 2018 zeigte die neue Profilklasse des Gymnasiums die Ergebnisse ihres ersten Projektes zum Thema „Arbeit am Objekt“.
Seit den Sommerferien arbeiteten die 27 Schülerinnen und Schüler vor allem mit dem Objekt „Zeitung“.
Fantasievoll gestalteten sie Requisiten aus Zeitungen, deren alltägliche Verwendung zunächst in Standbildern festgehalten wurde. Diese Standbilder kombinierten die Schülerinnen und Schüler miteinander und es entstanden kleine Szenen aus dem Alltag, die vielleicht auch eine Schlagzeile in der Zeitung wert wären, wie z. B. ein „Gewagter Sprung aus 8000 Metern Höhe“, „Immer mehr gestresste Mütter“, denen die Arbeit und die Kinder über den Kopf wachsen, oder der Neid auf das Können anderer beim „Tanzwettbewerb Dance World“, welcher zu unfairem Verhalten führt. Unter dem Motto „Zeitungen erzählen Geschichten – Wir erzählen Geschichten mit Zeitungen“ wurden acht kleine Szenen präsentiert, die Jaron Akkermann von der Veranstaltungstechnik-AG professionell beleuchtete. Im Bereich Musik entwickelte eine Gruppe von Schülerinnen mit Hilfe von Gegenständen wie Kartons, Flaschen und Röhren ein Percussionstück, bei dem diese Objekte als Tonerzeuger genutzt und die verschiedenen Geräusche rhythmisch kombiniert wurden. Als Bahnhofsszene inszeniert, rundete dies die Präsentation in der Aula ab. Im Anschluss daran zeigte eine „Kunst-Gruppe“ in einer Vernissage im Foyer Collagen, die aus den Materialien Zeitungen, Pappe und Kork gestaltet wurden. Vor allem dasArbeiten in einem größeren Format beeindruckte die Besucher. Schüler, Eltern und Lehrer verweilten hier noch gerne bei Gesprächen und beurteilten den Nachmittag als gelungenen Auftakt der „Klasse der Künste“.

Abgelenkt...ist neben der Spur

Am Dienstag, 06.11.2018 konnte man in der Aula eine Stecknadel fallen hören, obwohl hier über 120 Menschen anwesend waren. Zum ersten Mal fand an diesem Tag das Präventionsprojekt "Abgelenkt…ist neben der Spur!" statt, an dem alle 11. Klassen teilnahmen. Ins Leben gerufen und durchgeführt wurde dieses Projekt vom Präventionsteam der Polizeiinspektion Garbsen, das mit mehreren Beamten beteiligt war. Zudem kamen Polizeibeamte aus dem Streifendienst verschiedener Orte und Frau Leese, eine Seelsorgerin der Feuerwehr Hannover zu Wort. Dass das Smartphone nicht nur nützlich ist, sondern auch auf Grund von Ablenkung im Straßenverkehr zu Unfällen führen kann, wurde den Jugendlichen und ihren Lehrern in eindrucksvollen, emotionalen Filmen gezeigt. Das Smartphone ist mittlerweile eine der Haupt-Unfallursachen. In einer repräsentativen Studie geben drei Viertel aller Verkehrsteilnehmer zu, das Handy auch beim Fahren zu nutzen. Die Aufmerksamkeitsbeeinträchtigung entspricht einer Alkoholbeeinflussung von 1,1 Promille. Dieser Entwicklung will „Abgelenkt" entgegenwirken und richtet sich an die SchülerInnen, die als Fußgänger, Radfahrer, Motorradfahrer und jetzige und zukünftige Autofahrer aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, und gleichzeitig „immer erreichbar“ sind. Im Anschluss an die Veranstaltung in der Aula wurden die Schülerinnen und Schüler, die teilweise sehr betroffen waren, von ihren Klassenlehrerinnen oder Klassenlehrern betreut und hatten zudem die Möglichkeit mit Frau Heidemann oder den Seelsorgern Herr Crone, Frau Anders oder Herrn Kröger zu sprechen. Auch dieses Projekt soll für die Schülerinnen und Schüler ein weiterer Baustein sein, verantwortungsbewusst zu handeln, und in diesem Fall, sich bewusst gegen das Handy im Straßenverkehr zu entscheiden.  Wir als Schule möchten nicht, dass ihre Lebensträume „zerplatzen“, wie es die Polizei mit Hilfe eines Luftballons demonstriert hat.

Rechtsextremismusprävention am Gymnasium Neustadt – NPD-Aussteiger Maik Scheffler zu Besuch in der Klasse 10a

Wie wird man eigentlich ein Rechtsextremist? Und vor allem, wie hört man auf, einer zu sein? Um diese Fragen zu beantworten, hat vor Kurzem Maik Scheffler auf Initiative von Politikfachlehrer Pascal Mohtaschem das Gymnasium Neustadt besucht. Dabei berichtete der 45-jährige vor der Klasse 10a von seinen Erfahrungen mit Rechtsextremismus und mit welchen Methoden Neo-Nazis versuchen, gerade junge Leute von ihrer Sache zu überzeugen. Scheffler weiß, wovon er spricht: bis vor einigen Jahren war er stellvertretender Landesvorsitzender der NPD in Sachsen. In dieser Zeit hat er selbst „rekrutiert“ und Parteimitglieder darin geschult, Andere von ihrem anti-demokratischen und rechtsextremistischem Weltbild zu überzeugen. 
Über vier Stunden lang beeindruckt Scheffler mit seiner Rhetorik und seinem Detailwissen - gerade auch zu den psychologischen Abläufen, die aus ganz normalen Jugendlichen Anhänger einer Sekte - denn als nichts anderes bezeichnet er den Rechtsextremismus - machen. Letztlich, so Scheffler, sei es meist die Suche nach der eigenen Identität sowie ein Gefühl der Unzufriedenheit, die sich Radikale zunutze machen, um über die Emotionen den Kopf ihrer Opfer zu erreichen. Ist man dann erst mal in der Szene drin, lebt man quasi in einem abgeschlossenen System, in das Nachrichten und Fakten von außerhalb kaum bis gar nicht mehr vordringen können.
Ein Ausstieg ist dann nur noch möglich, wenn ein Extremist selbst anfängt, zu zweifeln, wie es auch bei ihm selbst der Fall war: Nachdem Scheffler merkte, dass ihn die Parteioberen anlogen und die gemachten Versprechen sich als unwahr herausstellten, löste sich nach und nach die Blockade im Kopf und er fand mit Hilfe der Aussteigerorganisation EXIT einen Weg aus dem Extremismus zurück in die Gesellschaft. Dieser Weg war schwer, einerseits gab es Beleidigungen und Bedrohungen durch die alten „Kameraden“, andererseits glaubte ihm nicht jeder, dass er sich wirklich gewandelt habe. An über 85 Schulen hat Maik Scheffler dies jedoch bislang unter Beweis gestellt und er will weiter kämpfen gegen diejenigen, die die Demokratie abschaffen wollen.
Auch zur AfD hat er eine klare Meinung: Er halte sie nicht für eine rechtsradikale Partei, so Scheffler, aber es gäbe genug rechtsextreme Kräfte in ihr, die „die Partei nach einer möglichen Regierungsübernahme einfach übernehmen würden“.
Am Ende der Veranstaltung sind die Schülerinnen und Schüler genauso beeindruckt wie die Lehrkräfte Sven Kohlstedde und Pascal Mohtaschem. Und eines ist gleich klar: Es wird nicht die letzte Veranstaltung dieser Art am Gymnasium Neustadt gewesen sein, denn es sollte zukünftig möglichst allen Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit für solch eine Begegnung und Auseinandersetzung mit dem politischen Extremismus ermöglicht werden!
Zwei Interviews mit Maik Scheffler:
https://www.offeneshausnrw.de/start/interview-maik-scheffler-rechtsextremismus-aussteiger/
https://www.tagesschau.de/inland/rechtsextremismus-125.html
Informationen über EXIT Deutschland:
https://www.exit-deutschland.de/

 

Ein Rückblick - SoS Tage 2018/2019

Bereits zum sechsten Mal fanden zwei Tage zur Suchtprävention im 8. Jahrgang statt. Am 16. und 17.10.2018 wurden die Schülerinnen und Schüler an den SoS Tagen über die Entstehung einer Sucht informiert und auf die Gefahren von Alkohol- und Drogenkonsum hingewiesen. Es war viel Zeit für Diskussionen und für Fragen. Beim Sumo konnten die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie man den „Kick“ bekommt, ohne Drogen zu konsumieren. Als „alternative“ Entspannung wurde eine geführte Entspannungsübung angeboten.Sogar eigene Songtexte wurden komponiert. Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs leisteten Hilfe beim Sportmodul undder 12. Jahrgang mixte alkoholfreie Cocktails in den großen Pausen.Vorbereitet und durchgeführt wurden die Projekttage durch das SoS-Projektteam, bestehend aus Kooperationspartnern (C.A.N. e.V., Team Jugendhilfe der Region Hannover, Herrn Schröder, dem Präventionsbeamten der Polizei Garbsen sowie dem Fitness- und Entspannungstrainer Jan Heidrich), der Sozialpädagogin Frau Heidemann und der Biologiefachgruppe.

Bella Ciao - Studienfahrt nach Italien

Die Seminarfachkurse WIE und KST sind in der Woche vor den Herbstferien auch in diesem Jahr gemeinsam auf Studienfahrt gegangen, zusammen mit unserer Referendars-Kollegin Laura Gilles! Wir besuchten an vier Tagen die Städte Sirmione, Verona, Venedig und Mailand - zuviel erlebt, um hier davon zu berichten! ;-) Auf dieser Blog-Seite sind für alle Interessierten zahlreiche Fotos und auch detaillierte Berichte von jedem Reisetag zu finden! Es war eine tolle Reise, die nicht zuletzt von den super Schülerinnen und Schülern gestaltet wurde, die jeden Tag bis spät in den Abend von ihnen erarbeitete Referate, Performances und Videos präsentierten. Im Namen aller Lehrkräfte bleibt nur zu sagen: Grazie Mille Bambini! gez. KST

Klassenfahrt der 8a nach Sylt

Moin!
Herzliche Grüße von der Insel Sylt.
Bei herrlichem Wetter radelte die 8a von Westerland nach Hörnum, Schulhund Pina wurde im Anhänger gezogen. Zu Fuß ging es dann am wunderschönen Strand der Hörnumer Odde um die Südspitze der Insel herum. Aber auch nach 30 km Fahrradtour und einer anstrengenden Wanderung war genug Energie für einen Dammbau am heimischen Strand und einen Spieleabend vorhanden...
Für den Rest der Klassenfahrtswoche steht noch ein Besuch des Naturgewaltenzentrums in List, ein Ausflug in das Schwimmbad „Sylter Welle“ in Westerland sowie der Verzehr etlicher Fischbrötchen an.
D. Krüger und A. Wittich

Sagentheater für die sechsten Klassen

Sagentheater für die sechsten Klassen
Stellt euch vor: Die letzte Zwergin vom Steinhuder Meer fährt noch heute mit ihrem Torfkahn herum und manchmal fährt sie bis nach Neustadt in die Gaußstraße und erzählt dort von alten Geschichten!
So klein wie eine Zwergin ist Christiane Hess vom Theater am Barg nicht und schon lange nicht so alt wie die Zwerge, die mit ihren Tränen vor vielen hundert Jahren das Steinhuder Meer füllten, aber Sagen erzählen, das kann sie unheimlich gut.
So lauschten die Sechstklässler am 19. und 20. September 2018der Sage von der Mandelsloher Glocke, die davonflog, der Sage vom eingemauerten Kind oder den Schiefmützenzwergen. Auch über die Hexen im Raum Neustadt, über Goldschätze in der Leine und den ersten Riesenstimmen-Imitationsverein wissen sie nun bestens Bescheid und können sogar selbst mitsingen.
Es waren aufregende zwei Stunden und am Ende stand Christiane Hess noch für die Fragen der Schüler bereit: Wie schafft man es, in so viele Rollen gleichzeitig zu schlüpfen? Was machen Sie, wenn Sie Ihren Text vergessen? Ist es nicht schrecklich warm, wenn man so viele Schichten als Verkleidung anziehen muss?

MUCHAS GRACIAS Y ADIÓS!

Wie jedes Jahr ging auch dieser Gegenbesuch unserer spanischen Austauschpartner in Neustadt viel zu schnell zu Ende. Alle Teilnehmer waren rundum zufrieden und wir hatten den Eindruck, dass unsere Paare diesmal wirklich sehr gut zusammen gepasst haben. Die spanischen Schülerinnen und Schüler wurden sehr herzlich in den deutschen Familien aufgenommen und haben ihren Aufenthalt sehr genossen. Umso trauriger war heute der Abschied von ihnen, denn in dieser Woche haben alle  gemeinsam viel erlebt. Es gab spannende Exkursionen nach Celle und Hameln, die gemeinsamen Nachmittage im Hause der Gasteltern und auch das Wochenende in den Familien. Denen sei insbesondere an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für ihr Engagement und die herzliche Aufnahme der spanischen Schülerinnen und Schüler gedankt. Wir denken, so hat auch dieser Austausch wieder ungemein viel zum gegenseitigen Kennen- und Schätzenlernen beigetragen und wir hoffen, dass möglichst viele Kontakte bestehen bleiben. 

Muchos saludos a Guernica!

Der lange Weg eines Schülerwettbewerbes

Simone Wengel, Maj Demant und Lydia Voogd haben im Jahre 2008 zu den drei Gewinnern gezählt, die von der Stadt Neustadt ausgewählt wurden, weil ihr Denkmal Entwurf zur Erinnerung an die aus Neustadt vertriebenen und zum Teil ermordeten Juden von einer Reihe von 30 Entwürfen besonders geeignet schien, in der Neustädter Innenstadt realisiert zu werden.
Die Initiative ging damals von einer Erinnerungsgruppe „Weiße Rose“, dem Arbeitskreis Regionalgeschichte, der Liberalen Jüdischen Gemeinde in Hannover und dem Gymnasium Neustadt aus. Hier hatten die Lehrer Nicole Neumann, Oxana Wildmann, Birgit Boelk und Claus Crone, Stefan Koch und Gundula Fechner als Religions, Kunst- und Geschichtslehrer einen Wettbewerb begleitet, der zu den Entwürfen führte.
Der Bordenauer Designer Jacek Pawlowski verarbeitete den Entwurf zu drei ineinander verkanteten Stahlplatten, die verdeutlichen sollen, dass die Geschichte des Judentums trotz der Brechungen auch mit Neustadt verbunden bleibt.
Unmittelbar nach dem Ende des Wettbewerbes ging die politische Mehrheit für die Errichtung des Denkmals verloren, die Gruppe Weiße Rose löste sich auf, die gesammelten Gelder wurden in eine andere Erinnerungsaktion „Stolpersteine“ gelegt. Vor den Häusern der Vertriebenen sind inzwischen schon 12 bronzene Pflastersteine gelegt worden, die in diesem Jahr noch einmal um 7 weitere ergänzt werden. Die Forschungen des Arbeitskreises „Regionalgeschichte“ haben die Wohnorte durch besondere Recherchen jetzt ausfindig machen können.
Aufgrund einer neuen Initiative von Ute Lamla und Heidi Sommer hat der Ortsrat Neustadt beschlossen, eine gesellschaftliche Aktion zu starten, die Gelder für den Bau des Denkmals zusammen zu bekommen. Inzwischen haben Kirchen, Vereine, Stiftungen  und Einzelspender die Summe zusammen aufgebracht. Der Land-Art-Künstler Frank Nordiek ist beauftragt worden, den Entwurf umzusetzen.
Am 4. November um 15.00 Uhr wird das Denkmal am Ort „Zwischen den Brücken“ eingeweiht werden. An dieser Stelle haben am 10. November 1938 Jugendliche der Stadt Neustadt unter Anführung der SA den jüdischen Leichenwagen gemeinsam mit heiligen Schriften, u.a. mit der um den Leichenwagen gewickelten Thora-Rolle verbrannt. Hiermit wollte die NS-Regierung zum Ausdruck bringen, dass alles Jüdische aus unserer Mitte verschwinden solle. Das Mahnmal hat darauf 80 Jahre später eine Antwort:
Diejenigen, die vergessen und ausgelöscht werden sollten, erhalten ihre Namen und damit ein stückweit auch ihre Würde wieder zurück. Denn eine Gesellschaft, die Menschen ihrer Würde beraubt, zerstört jede Grundlage des menschlichen Zusammenlebens.

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